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Die Eberhard-Gothein-Schule –
gestern und heute
Ältere Bewohner der Quadratestadt und ehemalige Schülerinnen bezeichnen sie
oft nach Ihrer Lage im Quadrat U 2 der Mannheimer Innenstadt als U-Schule und
kennen häufig den heutigen Namen der Eberhard-Gothein-Schule nicht.
Es war eine reine Mädchenschule: Generationen junger Frauen besuchten die
Berufsschule oder die einstige Höhere Handelsschule, bis Anfang der 70er Jahre
- bedingt durch Strukturwandel und neue Ausbildungsgänge - auch männliche Schüler
aufgenommen wurden. Heute ist das Verhältnis zwischen jungen Frauen und Männern
in vielen Klassen nahezu ausgewogen, und die Schule leistet neben ihrem
Bildungsauftrag einen wichtigen Beitrag zur Integration der Frau im Beruf und in
der Gesellschaft.
Aber auch in anderer Hinsicht hat sich die Zusammensetzung der Schülerschaft,
die bei starken Jahrgängen die Zahl 2.000 überschreiten kann, durch neu
hinzugekommene und durch die Veränderung vorhandener Schularten und durch
gesellschaftliche Prozesse gewandelt. Mit einem relativ hohen Anteil
Jugendlicher mit Migrationshintergrund leistet die Schule als Teil unserer Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur
Integration ausländischer Mitbürger der zweiten und dritten Generation, wobei
erwähnt werden darf, dass der Bildungs- und Leistungswille ausländischer
Jugendlicher oft erheblich ist. Nach Jahren mit mehreren Außenstellen, die die
Arbeit an der Schule erheblich erschwerten, wurden zwischen Juni 1994 und August
1996 durch Aufstockung des Gebäudes 16 zusätzliche Unterrichtsräume gewonnen;
die Renovierung und Modernisierung des restlichen Gebäudes dauert noch an.
Damit wurde die Grundlage für die zukünftige umfangreiche Bildungsarbeit der
Schule geschaffen, um den Erfordernissen der modernen Informationsgesellschaft
zu genügen. Wie sich der Strukturwandel und die Erweiterung der Bildungsinhalte
auswirken, zeigt sich u. a. in der Ausstattung der Schule mit ca. 220 Computer-Arbeitsplätzen und modernen Fachräumen für
naturwissenschaftlichen und medizinisch-technischen Unterricht.
Computernetze, Mobilstationen mit Beamern, Anschluss der Schülergeräte an
das Internet, die Modernisierung der Schulverwaltung (von der Verwaltung der Schülerdaten
bis zum Ausdruck der kompletten Zeugnisse) sind nur wenige Beispiele für die
Notwendigkeit einer Schule, sich nicht nur pädagogisch, sondern auch technisch
den schnellen Veränderungen in der Wirtschaft anzupassen, um die Auszubildenden
für ihre berufliche Zukunft bestens vorzubereiten. Über den Pflichtbereich
hinaus bietet die Eberhard-Gothein-Schule Arbeitsgemeinschaften an, eine
Theater-AG, und es werden Kontakte zu ausländischen Schulen gepflegt.
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