OES

 

 

OES – „Operativ eigenständige Schule“

 

Die Max-Hachenburg-Schule hat mit dem Schuljahr 2009/10 den Übergang in das Konzept OES vollzogen. OES steht für „Operativ eigenständige Schule“ mit der Zielsetzung der Initiierung, Ausrichtung und Fokussierung von Schulentwicklungsprozessen. OES bezweckt die Erweiterung des Handlungsspielraums von Schule, um die Schul- und Unterrichtsqualität eigenverantwortlich und passgenau zu den Herausforderungen vor Ort weiterentwickeln zu können. Vorhandene Qualität soll systematisch verbessert, Selbst- und Fremdevaluation in ein System der Qualitätsentwicklung eingebettet und für die berufliche Schule konkretisiert werden.

 

Die Max-Hachenburg-Schule knüpft mit ihren OES-Aktivitäten an eine vierjährige Arbeit im Rahmen Programms „Stärkung der Eigenständigkeit beruflicher Schulen“ (STEBS). Seit dem Schuljahr 2004 hat sich die Max-Hachenburg-Schule auf den Weg gemacht, ihre zahlreichen Bemühungen schulischer Entwicklung zu diskutieren und zielorientiert auszurichten. Als so genannte STEBS-Schule wurde zunächst im Schuljahr 2005/06 in einem intensiven, dialogorientierten Prozess unter breiter Partizipation des Kollegiums und der weiteren am Schulleben beteiligten Gruppen ein Leitbild für die Schule entwickelt. Dieses bildete und bildet für die nachfolgenden Jahre die Grundlage für die Einrichtung von Arbeitsgruppen (AG) mit der Zielsetzung, Baustein für Baustein des Leitbildes mit Leben zu erfüllen. Maßgeblich für die zeitliche Abfolge war dabei eine jährliche Abstimmung im Kollegium, welches jeweils die Arbeitsinhalte für das nachfolgende Schuljahr auswählte. Im Jahr 2006/07 waren dies die AG „Disziplin und Ordnung“ (ab 2007/08: „Haus- und Schulordnung“), „Pädagogisch-Psychologisches Unterstützungssystem“ und „Corporate Identity“. Alle drei AGs haben konkrete Vorschläge entwickelt, welche in der Folgezeit umgesetzt wurden. Dies betrifft z. B. ein einheitliches Erscheinungsbild (samt Logo), die Überarbeitung der Hausordnung, die Vereinheitlichung der Klassenbuchnotation oder etwa der Etablierung täglicher Beratungsstunden unter Rückgriff auf externe Fachkräfte mit sozialpädagogischem und psychologischem Hintergrund. Im Schuljahr 2007/08 wurde die AG „Feedback“ ins Leben gerufen. Diese befasste sich sowohl mit Schüler-Lehrer-Feedback als auch Lehrer-Lehrer-Feedback. Entsprechende Hilfemittel (z. B. Fragebogen, EDV-gestützte Verfahren) wurden bereitgestellt bzw. konkrete Teams gebildet. Der Schwerpunkt für das Jahr 2008/09 bildete das Thema „Prozessoptimierung“, gleichzeitig Abschlussprojekt im Rahmen von STEBS.

 

OES knüpft an viele dieser Projekte sowie insbesondere am Leitbild an und zielt auf eine systematische und reflektierte Ausrichtung ab. Selbstevaluation und Qualitätsentwicklung erfolgen in den Dimensionen „Unterricht“, „Schulleitung“ sowie im Falle der Max-Hachenburg-Schule „Aufbau eines schulinternen Kommunikationssystems (Intranet)“. Weitere Pflichtbereiche sind die Fortentwicklung von Individualfeedback und Teamstrukturen. Dem Ziel der Qualitätssicherung soll unter anderem durch den Aufbau eines EDV-gestützten Qualitätshandbuches Rechnung getragen werden. Im Rahmen der zweiten Hälfte der vierjährigen OES-Phase wird sich die Schule einer Fremdevaluation unterziehen. Diese führt zu einer Zielvereinbarung mit der Schulverwaltung. Die darin vereinbarten Ziele sind für den nachfolgenden Evaluationszeitraum verpflichtend.

 

An der Max-Hachenburg-Schule hat sich im September 2009 eine Steuerungsgruppe etabliert, die Leitung als OES-Koordinator wurde im April 2011 von Dr. Stefan Fulst-Blei an Dirk Schultheis übergeben. Weitere Mitglieder sind für die Schulleitung OStD Friedrich Graser und der stellv. Schulleiter StD Helmut Frey-Zaby sowie für das Kollegium Michael Kolb und Brigitte Rauch. Schwerpunkte 2009/10 waren die Vereinbarung von organisatorischen Grundlagen (Geschäftsordnung Steuerungsgruppe, Prozessablauf, Projektmanagement), die Durchführung eines OES-Tages zur breiten Diskussion im Kollegium sowie die Zustimmung zu ersten OES-Projekten. Im Schuljahr 2010/11 stand die Entwicklung eines Qualitätshandbuches, der Aufbau eines Intranets sowie die Durchführung von OES-Projekten u. a. zur Stärkung der Unterrichtsqualität im Fokus. Für das Schuljahr 2011/12 rückt die Analyse von laufenden und neuen Prozessen samt Qualitätssicherung sowie damit einhergehend der Aufbau eines Evaluationsinstrumentariums in den Mittelpunkt.