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Geschichte der Uhlandschule Das Gebäude, das Ähnlichkeit mit einem Renaissanceschloss hat, entstand in den Jahren 1912/1913. Am 29. Januar 1912 wurde mit dem Bau begonnen und am 12. September 1913 konnte das fertig gestellte Schulhaus seiner Benutzung übergeben werden. Zu dieser Zeit gab es das von Joseph Anton Sickinger begründete "Mannheimer Schulsystem", ein System der Differenzierung der Schulklassen nach Leistung, das weit über die Grenzen Mannheims hinaus bekannt wurde und in vielen Städten Deutschlands und in der Schweiz nachgeahmt wurde. Die Uhlandschule war "Distrikts-Schulhaus" für die Hilfs- und Förderklassen der Neckarstadt und den gesamten Mannheimer Norden. Da in den Hilfs- und Förderklassen viele Kinder Hörschäden hatten, gab es auch ein Klassensystem für Schwerhörige. Das "Mannheimer Schulsystem" wurde 1934 von den Nationalsozialisten aufgegeben und es gingen nun auch "normale" Volksschulklassen in die Uhlandschule, die Hilfsklassen reduzierte man auf ein Minimum. Im zweiten Weltkrieg war im Kellergeschoss ein Luftschutzbunker. Außer einem Dachstuhlbrand im Mädchentrakt gab es keine Kriegsschäden. 1943 wurde der Schulbetrieb in der Uhlandschule eingestellt und erst im Februar 1946 wieder aufgenommen. Auch die Hilfsschule wurde wieder eröffnet und für ganz Mannheim in der Uhlandschule untergebracht. Später zog diese in die Humboldtschule um. Im ehemaligen Schulgarten auf der Rückseite der Uhlandschule wurde die Hermann - Gutzmann - Schule gebaut. Sie wurde 1963 von acht Schwerhörigen- und Sprachheilklassen bezogen. Bis 1968 waren die Volksschulen in den höheren Klassen nach Geschlechtern getrennt. Diese Trennung wurde aufgehoben und seit dem gibt es die Einteilung in Grund- und Hauptschulen. Heute ist im ehemaligen Bubentrakt die Hauptschule und im ehemaligen Mädchentrakt die Grundschule untergebracht. Die Herrmann - Gutzmann - Schule ist in einen Neubau in der Waldstraße umgezogen. Das Gebäude wird jetzt von der Grundschule, dem Uhland Hort und der Kernzeitbetreuung genutzt. (Quelle Mannheimer Morgen) Renovierungs- und Erneuerungsarbeiten am Gebäude 1997 wurde es endlich wahr. Die schon seit über 15 Jahren angekündigte Generalinstandsetzung der Uhlandschule begann. Immer wieder hatten sich Elternbeiräte mit sehr großem Engagement für die Renovierung eingesetzt. Es wurde ihnen auch immer wieder versprochen, dass die Uhlandschule ganz oben auf der Liste stehe. Nur die Turnhalle war noch ein schöner Raum. Ihre Generalinstandsetzung war schon in den achtziger Jahren erfolgt, weil Sportunterricht in der Halle unmöglich geworden war. Der Zustand der Uhlandschule verschlechterte sich immer weiter, weil dringende Reparaturen nur notdürftig ausgeführt wurden und Schönheitsreparaturen ganz gestrichen wurden. Wände waren feucht, der Putz bröckelte ab und alles sah grau aus. Es kam so weit, dass Eltern und Lehrerinnen und Lehrer zum Pinsel griffen und ganze Klassenräume strichen. Trotz der Einschränkungen, die eine solche Baustelle mit sich bringt, waren alle froh, als die Generalinstandsetzung endlich begann. Im Sommer 2001 war alles fertig und in der Schule wurde aus diesem Anlass ein großes Schulfest gefeiert. 21 Firmen, darunter 13 aus Mannheim hatten die Schule wieder zu einem Schmuckstück gemacht. Die Stadt hat 10 Millionen DM dafür ausgegeben. Aber es hat sich gelohnt. Der Denkmalschutz hatte streng darüber gewacht, dass keine Fehler gemacht wurden, nicht wie in den sechziger Jahren, als bei Erneuerungsarbeiten am Gebäude der schöne Jugendstilbrunnen im Hof entfernt wurde. Heute sind auch die beiden Schulhöfe abwechslungsreich gestaltet. Die Asphaltdecke des Hauptschulhofes wurde entfernt und der Schulhof naturnah gestaltet. Der Grundschulhof hat ein neues Klettergerüst bekommen, es gibt einen Basketballkorb, eine Ruhezone zur Erholung der Kinder und Flächen, auf denen man rennen kann. So ist die Uhlandschule wieder eine Schule, in der man sich wohl fühlen kann. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||